Petition mit zwei Klicks unterschreiben

DISKRIMINIERT, WEIL SIE FÜR IHRE IDENTITÄT EINTRETEN

GERECHTIGKEIT FÜR YREN ROTELA UND MARIANA SEPÚLVEDA

Die LGBTI*-Aktivistinnen Yren Rotela und Mariana Sepúlveda setzten einen Meilenstein in der Rechtsprechung ihres Landes, als sie 2016 als erste trans Personen in Paraguay einen Antrag auf Namensänderung stellten, dem stattgegeben wurde. Doch die Staatsanwaltschaft legte Berufung gegen den Entscheid ein.

Seit Jahren kämpfen die beiden trans Frauen Yren und Mariana für die Änderung ihrer gesetzlichen Namen. Wenn sie einen Ausweis bekämen, der ihrer Identität entspricht, würde das bedeuten, dass der Staat ihre Existenz als trans Frauen anerkennt. Wie Yren sagt: «Ich bin auf die Welt gekommen, um zu zeigen, wer ich bin, und nicht, um mir sagen zu lassen, wer ich bin.»

Yren und Mariana wollen frei leben können. Sie wollen ungehindert ihren Lieblingsbeschäftigung nachgehen – sei es Volleyball spielen, tanzen oder  ins Theater gehen. Als trans Frauen müssen sie sich dabei oft gegen Diskriminierung wehren: Sie werden schikaniert und sogar körperlich angegriffen.

Paraguay ist ein konservatives Land, in welchem trans Menschen und die LGBTI*-Gemeinschaft ausgegrenzt werden. Trans Menschen können weder ihren Namen ändern noch Ausweispapiere erhalten, die ihrer geschlechtlichen Identität entsprechen. Die Interessen von LGBTI* öffentlich zu vertreten oder Protest zu äussern, ist schwer: Demonstrationen von trans Gruppen sind oft verboten und in einigen Fällen sogar angegriffen worden.

ANTONIO FRETES
President of the Supreme Court of Justice
Palacio de Justicia del Paraguay
Mariano Roque Alonso y Testanova
9° Piso, Torre Norte
C.P. N°001001
Asunción, Paraguay

 

GERECHTIGKEIT FÜR YREN ROTELA UND MARIANA SEPÚLVEDA

Eure Exzellenz
Mit diesem Brief möchte ich Sie bitten, Sorge dafür zu tragen, dass die Identität von Yren Rotela und Mariana Sepúlveda, zwei trans Frauen, rechtlich anerkannt wird.
Ihnen wird das Recht verweigert, ihre Namen legal zu ändern und Ausweispapiere zu erhalten, die ihrer Identität entsprechen. Ihr Zugang zu Bildung, Beschäftigung, Wohnraum und Gesundheitsversorgung wird dadurch erheblich beeinträchtigt. Sie sind darüber hinaus Gewalt, Belästigung und Stigmatisierung ausgesetzt.
In Paraguay werden trans Aktivist*innen häufig verfolgt, angegriffen und ihre Proteste verboten. Die Rechte und der Schutz, die ihnen als Teil der Gesellschaft zustehen, bleiben ihnen oft verwehrt. Ich fordere Sie auf, in Ihrem Land die rechtlichen Rahmenbedingungen für die individuelle Sebstbestimmung von trans Personen zu schaffen, um diese diskriminierende Praxis zu beenden. Trans Menschen haben ein Recht auf ein Leben in Würde und Sicherheit.

Mit freundlichen Grüssen