Was wir machen

Queeramnesty arbeitet als Teil von Amnesty Schweiz speziell zum Themengebiet »Sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität«. Unser Gruppe setzt sich mit Briefen, Appellen, Pressearbeit, öffentlichkeitswirksamen Aktionen sowie Lobbyarbeit gegenüber Regierungen, Institutionen und Unternehmen immer wieder erfolgreich für die Rechte von LGBTI*-Menschen ein. Wir setzen uns für queere Asylsuchende in der Schweiz ein.

Unsere Schwerpunkte

In den letzten fünf Jahren stellten wir eine Stagnation fest, was LGBTI-Rechte weltweit betrifft. In jenen Ländern, in denen es in den letzten Jahren bereits eine Öffnung gab, haben sich Schutz und Anerkennung verbessert. Die Zahl der Länder, in denen LGBTI-Menschen verfolgt werden, hat sich jedoch nicht verändert (2012: 85, 2016: 86). Die Todesstrafe droht heute sogar in 13 Ländern oder Regionen (2012: 7). Ausgehend von Russland werden in einigen Ländern LGBTI-feindliche «Propaganda-Gesetze» erlassen. Als Gruppe unterstützen wir die internationale Arbeit von Amnesty International zu LGBTI* und hier insbesondere die Urgent ActionsBei Urgent Action handelt e sich um schriftliche, massenweise Appelle an Regierungsstellen.  Mehr zur Situation in einzelnen Ländern

Wir möchten die Öffentlichkeit und Behörden stärker für die Situation von LGBTI*-Asylsuchenden sensibilisieren. Queeramnesty vernetzt LGBTI*-Flüchtlinge mit Asylberatungsstellen und anderen Organisationen, bietet Begleitung für Behördengänge oder kulturelle Anlässe an und gibt Ideen für Freizeitbeschäftigungen. Ausserdem organisieren wir regelmässig Weiterbildungen und stellen Informationen zur Verfügung.  Mehr zu unserer Asylarbeit

Auch in der Schweiz geschehen noch immer Hassverbrechen an LGBTI-Menschen. Im Oktober 2015 wurden das Zürcher Szene-Lokal Les Garçons und seine Gäste gewalttätig angegriffen – begleitet von Hasssprüchen wie „verdammte Schwule“. Zu einer Anzeige bei der Polizei hat sich niemand durchgerungen. So wie es die meisten nicht tun, die im Alltag homo-, bi-, inter- oder transphobe Gewalt erleben. Denn die Gesetzeslage in der Schweiz bietet keinen expliziten Schutz bei dieser Form der Gewalt. Queeramnesty will das Thema besonders in das öffentliche Bewusstsein rücken, Missstände und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.  Mehr zum Schwerpunktthema.

Auch der Schweiz werden intergeschlechtliche Kinder operiert: «Normalisierende» Behandlungen von Menschen mit Variationen der Geschlechtsmerkmale verstossen gegen das Recht auf Gesundheit und das Recht auf Selbstbestimmung. Deshalb sollten intergeschlechtliche Kinder nicht an den Genitalien operiert werden, wenn keine akute medizinische Notwendigkeit vorliegt. Eltern und Betroffene müssen ausreichend informiert und unterstützt werden.  Mehr zum Schwerpunktthema