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Samstag, 19. April 2008 |
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Jahresversammlung von Amnesty International Schweiz in Bern
Diese erste Mitgliederversammlung (bisher: Delegiertenversammlung) war ein äusserst
spannender Anlass: hervorragende Organisation, Fülle an Themen, Vielfalt an Mitfrauen und
Mitgliedern mit denen wir uns austauschen konnten und inspirierender Einblick in die Breite
des Engagements überall in der Schweiz und auf der Welt. Es ist auch bitter, zu sehen, unter
welchen Bedingungen in andern Ländern Menschrechtsarbeit gemacht werden muss. Eine
Verpflichtung mehr für die Schweiz, mit dem eigenen Engagement vorwärts zu machen.
Aus der Sicht von Queeramnesty gibt es drei Highlights zu berichten:
GV 2008 von Amnesty Schweiz: von links Laura Perler (VS-Kandidatin) Hans Marcus Werren
(VS-Kandidat), Markus Edelmann (Tagungscopräsident), Graziella de Coulon
(Tagungscopräsidentin) und Chantal Gahlinger (Vorstand, bisher). Foto © H.Schüle
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LGBT-Motion angenommen: Mit der Motion "Yogyakarta-Prinzipien und der Einsatz von AI für LGBT"
erklärt die Mitgliedsversammlung
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die so genannten Yogyakarta-Prinzipien(**) zu einem wichtigen Referenzdokument für die
Gewährleistung und Durchsetzung der Menschenrechte von Schwulen, Lesben, Bi- und
Transsexuellen (LGBT),
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fordert die MV eine Diskussion über diese Prinzipien innerhalb von Amnesty International
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und beauftragt sie den Vorstand insbesondere, sich in den Bereichen Asylrecht und
Internationale Strategie zu engagieren.
**: In der Indonsischen Stadt Yogyakarta [ausgesprochen tschog-tscha-karta] wurden
im November 2006 diese Prinzipien zur Anwendung der Menschenrechte auf sexuelle
Orientierung und Geschlechtsidentität entwickelt.
Yogyakarta-Prinzipien, Übersicht (Dt) /
The Yogyakarta Principles
(E)
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Es wurde der Gruppensprecher von Queeramnesty, Hans Marcus Werren, in den Vorstand von AI
Schweiz gewählt. Wir freuen uns, gratulieren Hans von Herzen und machen uns auf die
Suche nach einem Nachfolger, nach einer Nachfolgerin für die Lücke, die er bei Queeramnesty
hinterlässt.
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Der Menschenrechtsverteidiger Slava Bortnik aus Weissrussland war als Referent
eingeladen. Die Begegnungen mit Slava als früherem Präsidenten von Amnesty in Minsk und als
LGBT-Aktivist war sehr interessant und wird noch in verschiedenen Publikationen und Artikeln
Niederschlag finden. Ein Interview
mit Slava Bortnik findet sich auch im Buch "Das Recht Anders zu sein" auf
Seiten 141-146.
Weitere Schlagzeilen aus
der GV:
-AI Mitglieder gegen Willkür bei Einbürgerungen
-Olympisches Komitee darf nicht länger schweigen
-Menschenrechtsinstitution kommt in den Bundesrat.
Auch 60 Jahre nach Unterzeichnung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte bleibe noch
viel zu tun!
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