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Sonntag, 11. März 2012 |
Buch: Zülfukar Çetin - Homophobie und Islamophobie - Dort bin ich schwul, hier bin ich Ausländer
Ausschnitt Buchdeckel.
»Dort bin ich schwul, hier bin ich Ausländer ...«
Dieser profunde Beitrag zur Erforschung der Mehrfachdiskriminierung in den städtischen liberalen Milieus der Mehrheitsgesellschaft untersucht binationale schwule Paare in Berlin, die zugleich mit Homophobie und Islamophobie konfrontiert sind. Zülfukar Çetin zeichnet die Geschichte und historische Entwicklung der Diskriminierung plausibel nach und zeigt, dass die Homophobie aus den Prämissen der Heteronormativität und den daraus folgenden Normalisierungsprozessen resultiert.
Zülfukar Cetin kam Ende 2001 nach Berlin und studierte an der FU Berlin Soziologie. Seine Doktorarbeit schriebt er zum Thema »Mehrfachdiskriminierungen – Rassismus, Islamophobie und Homophobie – am Beispiel von binationaler schwuler Partnerschaften«. Diese erschien im März 2012 bei Transcript in der Reihe Queer Studies.
Transcript
Zülfukar Çetin: Homophobie und Islamophobie, 422 S., 32-80 EUR, ISBN 978-3-8376-1986-7
Muslime versus Schwule - konstruierter Gegensatz - Sexualpolitiken seit dem 11. 9. 2001.
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Mittwoch, 26. Oktober 2011 |
Jetzt auf Deutsch: Yogyakarta-PLUS - Neues Werkzeug für AktivistInnen
Herzlichen Dank nach Berlin an die Hirschfeld-Eddy-Stiftung für die Übersetzung und Bearbeitung des Handbuchs für AktivistInnen.
In der Indonsischen Stadt Yogyakarta [ausgesprochen tschog-tscha-karta] wurden im November 2006 diese Prinzipien zur Anwendung der Menschenrechte auf sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität entwickelt.
Sie bilden seit der
Generalversammlung 2008
auch für Amnesty International Schweiz ein wichtige Grundlage für die Arbeit im LGBT-Bereich.
Newsletter der
Hirschfeld-Eddy-Stiftung zu Yogyakarta-PLUS
Das Handbuch zu den Menschenrechten für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle in der internationalen Praxis. Argumente und Informationen auf 160 Seiten.
Wie können die Auswärtige Politik und Entwicklungszusammenarbeit die Menschenrechte von LGBTI konsequent mitdenken? Aus dem Inhalt:
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Yogyakarta-Prinzipien im Kontext internationaler Menschenrechtsverträge
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Anerkennung der Yogyakarta-Prinzipien in Deutschland und im übrigen Europa
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Was bedeutet Nachhaltigkeit im Verfolgerstaat?
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Menschenrechte als Bedingung der Entwicklungszusammenarbeit?
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Was erwarten die Aktivistinnen und Aktivisten von den internationalen Gebern?
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Intersexualität und Entwicklungszusammenarbeit
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Statements aus dem Globalen Süden: Homosexualität ein westliches Konzept?
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Internationale Fallbeispiele für die Anwendung der Yogyakarta-Prinzipien
Queeramnesty wird einige Exemplare für AktivistInnen zur Verfügung haben.
PDF-Download von Yogyakarta-PLUS (PDF, 80/160 S., 4.3 MB)
Kapitel einzelen herunterladen:
Yogyakarta-PLUS-Seite der Hirschfeld-Eddy-Stiftung
MERS (Bezieht sich noch auf die Englische Version vom Oktober 2010):
Neues Werkzeug für Aktivisten/-innen im Bereich Rechte sexueller Minderheiten
LGBT-Motion an der Generalversammlung 2008 von Amnesty International Schweiz (Mai 2008)
Zur Englischen Version: Activist's Guide to the Yogyakarta-Principles (Okt 2010)
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Donnerstag, 08. September 2011 |
Buch und Debatte: Muslime versus Schwule - konstruierter Gegensatz - Sexualpolitiken seit dem 11. September 2001
Präsentation des neuen Sammelbandes, herausgegeben von Koray Yılmaz-Günay.
Die Anschläge vom 11. September 2001 jähren sich nächste Woche zum zehnten Mal. Der nach
diesen Attentaten einsetzende «Krieg gegen den Terror» hat die Weltordnung tiefgreifend verändert.
Die Muslime sind als Feindbild einer westlichen Moderne in den Vordergrund gerückt. Die Rechte
von Frauen und Homosexuellen haben in diesem Zug und durchaus im Zusammenhang damit eine
beachtliche Aufwertung erhalten.
Während im «Westen» zumindest einzelne Erfolge sichtbar
wurden, schien es um die sexuelle Selbstbestimmung in «muslimischen Ländern» und innerhalb
muslimischer Migrant/innen-Gruppen schlecht bestellt zu sein. Frauen- und
Homosexuellenfeindlichkeit dienten so auch als Legitimation für aussenpolitische, zum Teil
militärische Interventionen und vor allem für rassistische Kampagnen im Inland («antimuslimischer
Rassismus»).
Der Sammelband - mit Beiträgen von u.a. Hilal Sezgin
(www),
Jin Haritaworn
(*),
Georg Klauda
(www),
Zülfukar Cetin
(www)
und Esra Erdem
(*)
- blickt zurück auf
die letzte Dekade und schaut auf die Überlappungen von feministischen und lesbisch-schwulen
Debatten mit den Entwicklungen in der Mehrheitsgesellschaft. Er geht der Frage nach, ob/wie die
relativen Erfolge der Frauen- und Homosexuellen-Emanzipation unter anderem durch rassistische
Rückschritte erkauft wurden.
Koray Yılmaz-Günay (Hg.):
Karriere eines konstruierten Gegensatzes: zehn Jahre «Muslime versus Schwule. Sexualpolitiken
seit dem 11. September 2001» (212 Seiten, broschiert).
Einladung zur Buchpräsentation:
Donnerstag, 8. September 2011, 10:30 – 11:30 Uhr,
Café Kotti, Adalbertstraße 96, U-Bhf. Kottbusser Tor.
Herausgeber:
Koray Yılmaz-Günay
Inhalt:
Inhaltsverzeichnis und AutorInnen (PDF, 6 S, 210kB)
Rezension von Antje Schrupp:
"Tändeleien, Romanzen und Umwerbungen finden bei den Franzosen nur mit Frauen statt"
... Homophobie, also die moralische Ablehnung sexueller Beziehungen unter Menschen desselben Geschlechts (vor allem unter Männern) ist – zumindest in der Form, wie wir sie kennen – eine Erscheinung, die wesentlich zur westlich-abendländischen Kultur gehört. Trotzdem ist im Zuge der zunehmenden Islamfeindlichkeit nach den Anschlägen vom 11. September vor allem der Islam in den Ruch der Homophobie gekommen. ...
Angebot: Das Buch kann bei
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
bestellt werden (ca 10 Franken).
Vergleiche auch:
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Freitag, 05. August 2011 |
Tagungsband: Menschenrechte, Gerichte und Demokratie
Gerichte als Vormund der Demokratie?
An einer vom Europarat initiierten Tagung diskutierten Rechtstheoretiker, Politologen, Juristen und ein Soziologe über die Aufteilung der Kompetenzen zwischen parlamentarischen und gerichtlichen Instanzen bei der Ausformulierung und Weiterentwicklung von Grund- und Menschenrechten. Die fünfzehn Beiträge, denen eine resümierende und kontroverse Diskussionspunkte analysierende Einführung von Gret Haller vorangestellt ist, sind in einem handlichen Band erschienen.
Gerade auch für die Rechte von LGBT ist die Frage der Verordnung von oben (resp. durch Gerichte) versus Erkämpfen von unten immer wieder von Bedeutung.
Gret Haller, Klaus Günther, Ulfried Neumann (Hg.):
Menschenrechte und Volkssouveränität in Europa. Gerichte als Vormund der Demokratie?
Campus-Verlag, Frankfurt 2011. 312 S., Fr. 50.- / EUR 34.-.
Buchbesprechung in der NZZ von 5. Aug. 2011:
Menschenrechte, Gerichte und Demokratie.
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