| Europride09 Eröffnungsfeier Markus Notter bezeichnet Menschenrechte als höchstes Rechtsgut. |
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| Samstag, 02. Mai 2009 | ||||
An der Eröffnungsfeier zur Europride 2009 im züricher Papiersaal sprach der Justizdirektor im Namen der Kantonsregierung. Im Zusammenhang mit den Anfeindungen der Europride durch zwei konservative, "christliche" Gruppierungen,
bezeichnete Markus Notter die Menschenrechte als höchstes Rechtsgut überhaupt.
Bild: Justizdirektor Markus Notter (Bilder von der Eröffnungsfeier folgen)
Die EuroPride sei nicht einfach ein "Homo-Anlass", sondern eines der schönsten Feste, das eine Stadt beherbergen könne und eine Demonstration für Menschenrechte. Markus Notter - Zürcher Regierungsrat Notter (SP) sagte ferner, dass seit letztem Montag wohl nun jeder wisse, dass es die Europride dringend brauche. Die EDU hatte den Anlass im Zürcher Kantonsrat als verwerflich und als "gottlose Werbeplattform für Schwule" bezeichnet und dafür von allen anderen Parteien heftigen Protest geerntet. An die Adresse der freikirchlichen "Familienlobby" unter Führung des SVP-Politikers Daniel Regli, bezeichnete er den Namen dieses Vereins als "pure Realsatire". (vgl. NZZ 30.4., Kein Mensch solle sich solche hasserfüllten Attacken gefallen lassen müssen.) Neben einer grossen Zahl von Aktiven aus den Organisation, welche die Eurpride durchführen, waren auch viele UnterstützerInnen da. Unter ihnen etwa die frisch gewählte Zürcher Stadtpräsidentin Corin Mauch. Das wohl berühmteste Schwulenpaar der Schweiz, Röbi und Ernst, berichtete aus ihrem langen Leben und Ihrer jetztigen Arbeit an der Schwulengeschichte der Schweiz (Aufschaltung am 3.Juni). Etwa - in bitterer Erinnerung - von den zahlreichen Schwierigkeiten im Leben als Homosexuelle in den 50-er und 60-er Jahren, so auch von den massiven Eingriffen der Polizei in ihr Privatleben. Mit klopfenden Herzen hättten sie 1978 an der ersten Demo anlässlich der Petition gegen das Homoregister der Zürcher Polizei teilgenommen. Diesem ersten öffentlichen Auftritt der neuen Emanzipations-Bewegung folgte 1979 die "Erste Eidgenössiche Homodemo" in Bern und 1980 die "Gay80" in Basel. Fortan fand jährlich in wechselnden Schweizer Städten eine Demo statt. Nach Empfang, Apéro, Grussworten und Übergabe des Europride-Quilts folgte ein Konzert von Michael von der Heide zusammen mit den Künstlerinnen Nubya und Frölein da Capo. Ein gut organisierter Anlass. Danke! Der rote Teppich bleibt ausgerollt (NZZ vom 4. Mai 2009, S. 25)
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Bild: Justizdirektor Markus Notter (Bilder von der Eröffnungsfeier folgen)



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