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Lettland: Diskriminierung, Mangelnder Schutz vor homophober und transphober Gewalt für
Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender an der Pride (Mai 2007)
Bild (© apollo.lv) von links: Arthur Thiry, Maris Sants und Tjeerd Harrema,
Vice-Bürgermeister von Amsterdam an der Pride im Reval Hotal Latvija, 22 Juli 2006.
Anlässlich der Pride 2005 und der Treffen, die die geplante Pride 2006 ersetzten, wurden die
Unterstützer Opfer von physischer und verbaler Gewalt durch Gegendemonstranten. Obwohl die
Unterstützer es verlangt hatten, waren keine Gesetzeshüter zugegen, um sie zu schützen.
Amnesty International ist besorgt über die Diskriminierung gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle
und Transgender in
Lettland.
>>Urgent Action Lettland (PDF E/D), Petition an den
Lettischen Premierminister Aigars Kalvitis. Bitte ausdrucken und unterschreiben!
Mehr Infos (in English): >>Blogging with Pride
- Riga 2007 von Amnesty
International
Zeitungsartikel (in English): >>Crucible of hate The Guardien, June 1st 2007
Diplomatische Antwort aus Riga: >>Oskars Kastens, Minister for Social Integration 24.
Mai 2007 (PDF, 650 kB)
Musterbrief auf Egnlisch und Deutsch:
Petition an den lettischen Ministerpräsidenten
Prime Minister Aigars Kalvitis
Brivibas Boulevard 36
LV-1520 Riga
Lettland
Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Your Excellency,
We would like to express our concern about discrimination against the lesbian, gay, bisexual, and transgender
community in Latvia. We are concerned about the events surrounding the Gay Pride march in
2005 and the planned march of 2006 in Riga in which supporters were subjected to physical and verbal
abuse by counter-demonstrators. Despite requests from the supporters, no law enforcement officials were
present to protect them.
We urge you to ensure that law enforcement agencies take appropriate measures to protect LGBT people
against violence from the wider community, thus contributing to an atmosphere of security for all Latvian
people. Not only does such violence threaten the safety of all, but it violates several international conventions
to which Latvia is a signatory. Article 12(1) of the EU Charter of Fundamental Rights, for instance,
guarantees the freedom of peaceful assembly and the freedom of association.
One strategy to combat these abuses would be to provide adequate training of law enforcement agencies
to ensure that they are fully capable of protecting the human rights of all individuals, regardless of their
sexual orientation or gender identity or expression. The year 2007, which the European Union has designated
the Year of Equal Opportunities, would be an excellent occasion for Latvia to introduce into its National
Action Plan measures that fight discrimination on the grounds of sexual orientation or gender
identity or expression. By doing so, Latvia would reaffirm its commitment to human rights both in the
context of the EU and on a global scale.
Yours sincerely,
Übersetzung:
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident
Wir sind besorgt über die Diskriminierung gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgenders in
Lettland. Anlässlich der Pride 2005 und der Treffen, die die geplante Pride 2006 ersetzten, wurden die
Unterstützer Opfer von physischer und verbaler Gewalt durch Gegendemonstranten. Obwohl die
Unterstützer es verlangt hatten, waren keine Gesetzeshüter zugegen, um sie zu schützen.
Wir bitten Sie, mit Hilfe der Polizei die geeigneten Massnahmen zu ergreifen, um LGBT Personen gegen
Gewalt durch den Rest der Gesellschaft zu schützen, und so zu einer Atmosphäre von Sicherheit für alle
Lettinnen und Letten zu sorgen. Diese Gewalt bedroht nicht nur die allgemeine Sicherheit, sondern
verletzt auch diverse internationale Abkommen, die Lettland unterzeichnet hat. Artikel 12(1) der EU
Grundrechte garantiert zum Beispiel die Freiheit zur friedlichen Versammlung und die Vereinsfreiheit.
Ein Mittel gegen solche Verletzungen wären Ausbildungsmassnahmen für die mit dem Gesetzesvollzug
betrauten Personen, damit sie im Stande sind, die Menschenrechte aller Personen zu garantieren,
unabhängig von deren sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität. Die EU hat das Jahr 2007
zum Jahr der Chancengleichheit erklärt. Dies wäre eine ausgezeichnete Gelegenheit für Lettland, im
Nationalen Aktionsplan Massnahmen festzuschreiben, die die Diskriminierung auf Grund der sexuellen
Orientierung oder der geschlechtlichen Identität bekämpfen. So würde Lettland sein Engagement für die
Menschenrechte in der EU und weltweit dokumentieren.
Hochachtungsvoll,
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